Die kleine Wetterstation namens "Stratos" erinnert einen unweigerlich an eine graue einheitliche Wolkendecke mit dem Namen Stratus. So grau und einheitlich ist sie aber nicht. Vielmehr soll sie vielleicht auch Gefühle an ein kleines gleichnamiges griechisches Dorf wecken, in dem es meist sommerlicher als in Mitteleuropa ist.
Zumindest liefert die Station neben einer Funkuhrzeit mit Datum ständig die Innentemperatur und -feuchte, sowie Außentemperatur und -feuchte. Außerdem wird der Luftdruck, die Windgeschwindigkeit und die Regenmenge ermittelt. Die typische Trendvorhersage aufgrund der Luftdruckänderungen fehlt bei dieser TFA-Wetterstation natürlich auch nicht.
Die Station ist recht schnell aufgebaut, da man sie als Kombisensor installiert, der dann nur noch irgendwo mit den mitgelieferten Schellen angeschraubt werden muss. Dabei ist das Schalenkreuzanemometer und der Regenmesser mit jeweils einem Kabel, das etwa drei Meter lang ist, an den Temperatur- und Feuchtesensor angeschlossen.
Die Station muss also örtlich recht begrenzt aufgebaut werden. Somit wird es wahrscheinlich nicht möglich sein, dass die Windgeschwindigkeit optimal gemessen werden kann und gleichzeitig der Niederschlag korrekt ermittelt wird.
Neben der aktuellen Funkuhrzeit und dem Datum werden an der Basisstation die Innentemperatur mit einer Auflösung von 0,1 °C und die Innenluftfeuchte mit einer Auflösung von 1 % angezeigt. Außerdem ist die Außentemperatur und -feuchte mit gleicher Auflösung wie drinnen abzulesen.
Zudem kann hier die Taupunktstemperatur und der Windchill abgerufen werden. Direkt darunter kann man den Wettertrend, der aufgrund der Luftdruckänderungen bestimmt wird, ablesen. Wenn die Pfeile nach rechts zeigen, steigt der Luftdruck und wenn sie nach links zeigen fällt der Luftdruck. Die Schwellenwerte ab wann sie anfangen sollen zu blinken und ab wann eine Sturmwarnung ausgeben werden soll, können eingestellt werden.
Unter der Trendvorhersage findet man in einem Balkendiagramm den Luftdruckverlauf der letzten 24 Stunden und rechts daneben den aktuellen Luftdruckwert mit einer Auflösung von 0,1 hPa.
Ganz unten wird die Windgeschwindigkeit und die Niederschlagsmenge angezeigt. Bei der Windgeschwindigkeit kann man zwischen dem Mittelwind und den Böen wechseln. Die Regenmenge kann als Regen der letzten Stunde, der letzten 24 Stunden, der Woche, des Monats oder als Gesamtmenge angezeigt werden. Dabei hat der Regen eine Auflösung von 0,3 mm. Ab 1000 mm werden aber lediglich ganzzahlige Werte ausgegeben.
Im Historiemodus kann man die aufgezeichneten Werte der letzten 24 Stunden in 3-Stunden-Schritten abrufen.
Außerdem gibt es einen Alarmmodus, in dem man für die verschiedensten Parameter, wie Windchill, Luftdruck oder Windböengeschwindigkeit einen Schwellenwert einstellen kann. Wird der Schwellenwert überschritten, erfolgt für zwei Minuten ein akustischer Warnton.
Die "Stratos" ist ebenfalls mit einem Min/Max-Modus ausgestattet, der einem ermöglicht die Extremwerte der einzelnen Messparameter abzurufen.
Die Wetterstation ermittelt die Temperaturen mit einer sehr hohen Genauigkeit, solange keine Solarstrahlung die Messung verfälscht. Ohne Verfälschung beträgt die mittlere Abweichung gegenüber einer Vantage Pro 2 bei der Außentemperatur lediglich 0,2 Grad Celsius, bei der Innentemperatur 0,3 Grad Celsius. Wenn der Sensor jedoch von der Sonne beschienen wird, steigt die Temperatur gleich um mehrere Grad gegenüber der Referenztemperatur an. Der Sensor ist zwar mit einem Strahlungsschutz ausgestattet, doch dieser scheint offensichtlich nicht sehr erfolgreich zu funktionieren.
Bei der Luftfeuchte sind die Werte vor allem bei hoher Feuchtigkeit etwas zu niedrig. Bei der Außenfeuchte beträgt im Mittel die Abweichung 6 %-Punkte und bei der Innenfeuchte 3 %-Punkte.
Der Luftdrucksensor ist bei dieser Station erstaunlich gut und konnte mit dem Sensor der Referenzstation mithalten und zeigte im Mittel lediglich eine Abweichung von 0,2 hPa, was in dieser Preiskategorie erstaunlich gut ist. Die Auflösung von 0,1 hPa ist ebenfalls positiv aufgefallen.
Die Regenmenge kann in den meisten Fällen auch zufriedenstellend und recht genau ermittelt werden, aber bei starkem Wind oder starkem Regen meldete der Regenmesser etwas zu wenig Niederschlag. Trotz des kleinen Trichters wurde meist nur eine Abweichung von 0,3 mm auf 5 mm festgestellt, was völlig natürlich ist. Bei geschmolzenem Schnee wurde allerdings nur etwa die Hälfte der wahren Niederschlagsmenge registriert, da vermutlich vorher bereits ein Großteil der Schneemenge wieder aus dem flachen Trichter geweht wurde.
Die Windgeschwindigkeit wurde im Rahmen der etwas ungünstigen Standortbedingungen korrekt ermittelt.
Diese Station ist nicht als umfassende Wetterzentrale gedacht. Vielmehr liefert sie einem einen kurzen Überblick über das Wetter von draußen: Wie kalt oder warm ist es? Hat es letzte Nacht eigentlich geregnet? Steigt der Luftdruck schon wieder? Hat der Wind schon wieder nachgelassen? Das sind Fragen, die die Station gut beantworten kann. Allerdings fehlt zur umfassenden Erfassung des Wetters beispielsweise die Messung der Windrichtung oder Erweiterungsmöglichkeiten. Außerdem ist keine normgerechte Messung und keine PC-Anbindung möglich.
Sehr guter Luftdrucksensor:
Der Luftdrucksensor reagierte sehr
gut und zeigte keine
Schwächen während der zweimonatige Testphase.
Außerdem ist die Auflösung von
0,1 hPa erstaunlich hoch für diese Preisklasse.
Schneller Aufbau:
Wegen
des Kombisensors kann die Station sehr schnell aufgebaut werden.
Allerdings hat man dadurch weniger Aufbaumöglichkeiten.
Teilweise schlechte
Materialien:
Etwas erschreckend schnitt die
Station bei der Qualität
einiger verwendeter Materialien ab. Schon nach einigen Wochen in der
Witterung
zeigten viele Schrauben, die Hauptstange und auch die Schellen
deutliche
Rostansätze.
Einzelne
Empfangsstörungen:
Leider zeigte sich in der Testzeit
auch ab und zu mal ein
Ausfall der Außensensoren, was selten auftrat, aber bei einer
Distanz von zehn
Metern mit Hindernissen nicht passieren sollte.
Bedienung teilweise etwas
umständlich:
Teilweise
ist die Bedienung der Station etwas umständlich.
Beispielsweise kann die Windgeschwindigkeit von Windböen auf
Mittelwert nur mit
mindestens vier Tastendrücken verändert werden.
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Funk mit 868 MHz
Außentemperatur
Außenluftfeuchtigkeit
Innentemperatur
Innenluftfeuchtigkeit
Windgeschwindigkeit
Luftdruck
Niederschlag
Es können keine weiteren Sensoren an die Station angeschlossen werden.
Hintergrundbeleuchtung: ja
PC-Anschluss: nein
Handbuch leider noch nicht als PDF entdeckt...