Smart bedeutet soviel wie geschickt, pfiffig und findig. Und so heißt auch eine Wetterstation der Firma TFA Dostmann: "Smart". Ob sie wirklich so pfiffig ist, musste sie in einem wochenlangen Test beweisen. Die Station besteht aus einer Basisstation und einem Sender, der per Funk seine Daten an die Basisstation sendet. Dieser Sender misst die Temperatur und die Luftfeuchte. Dabei legt diese Station besonders viel Wert auf die lokale Wettervorhersage, die auf der Grundlage der Messung von Temperatur, Luftfeuchte und Luftdrucktendenz erstellt wird.
Übersichtliches Display:
Das Display an der Smart ist übersichtlich aufgebaut, besitzt
allerdings keine Hintergrundbeleuchtung. Im oberen Bereich des Displays
sind die Luftfeuchte- und Temperaturwerte des Innen- und Außensensors
zu finden. Mit der min- und max-Taste kann man die Extremwerte der Parameter
aufrufen. Im mittleren Bereich des Displays ist die Funkuhrzeit und das
Datum immer im Blick.
Umfangreiche Wetterprognose:
Gleich darunter findet man die Vorhersage, die deutlich ausführlicher
als bei vielen anderen Stationen ist. Die Smart zeigt nämlich häufig
gleichzeitig zwei Wettersymbole mit Zusatzinfos an. Damit soll ein
Wetterwechsel besser beschrieben werden. Wenn sich das Wetter beispielsweise
von Sonnenschein zu Regen ändert, wird eine Grafik mit einer Wolke
angezeigt und links daneben - mit einem animierten Pfeil dazwischen - eine
Grafik mit einer Regenwolke. Wenn dann das Regenwetter bereits eingetroffen
ist, wird meist nur noch die Regenwolke angezeigt. Diesen Wetterwechsel
hat die pfiffige Station bei einem klassischen Tiefdruckdurchgang auch
immer richtig erkannt.
Zu der Wettervorhersage wird auch der aktuelle Luftdruck mit einem Tendenzpfeil und einem Balkendiagramm von den letzten zwölf Stunden angezeigt. Im unteren Textbereich gibt es noch viele nützliche Zusatzinfos. So wird ständig im Wechsel die Höchst- und Tiefsttemperatur des Tages, der Prognoseindex, der eine Güte der Vorhersage liefern soll, und die Vorhersagedauer angezeigt. Abends und nachts gibt es zusätzlich noch täglich eine Prognose für die erwartete Tiefsttemperatur. Dieser Prognosewert wich durchschnittlich nur um ein bis zwei Grad von der später eingetroffenen Tiefsttemperatur ab. Bei deutlich kälteren Temperaturen im Laufe der Nacht tendiert die Station jedoch dazu, eine zu hohe Temperatur vorherzusagen.
Indizes für verschiedene Wetterlagen:
Zusätzlich liefert die Station einen Schnee Index im unteren Textfeld,
der bei einer schneeträchtigen Wetterlage ausgegeben wird. Um dies
zu testen, war der Winter 2006/7, wenn man ihn so nennen darf, leider ein
sehr schlechter Testzeitraum. Denn nur zweimal kam etwas Schnee runter
und dieser wurde leider nicht von der Station vorher als wahrscheinlich
prognostiziert, was aber nicht bedeuten soll, dass der Schnee Index nicht
funktioniert.
Überraschend gut funktionierte der Nebel Index, der jeden Nebel im mehrwöchigen Testzeitraum vorher mit einer hohen Wahrscheinlichkeit prognostiziert hatte. Leider gab es aber auch noch etwa fünf Termine, an denen zwar Nebel mit einem Index von 80 % vorhergesagt wurde, dann aber keiner eintraf.
Der Raureif Index wurde nie angezeigt, allerdings gab es auch in dem Zeitraum von Ende November bis Anfang Februar keinmal Raureif. Der Gewitterindex wurde ebenfalls berechtigterweise nie ausgegeben.
Zusätzlich gibt es noch den Starkwind und den Sturm Index, der etwas zögerlich ausgegeben wird. Aber beim Orkan "Kyrill" gab es dann auch den Sturmindex mit 75 %.
Die Station liefert bei der grafischen Wettervorhersage vier verschiedene Symbole: Sonnig, Wolkig mit sonnigen Abschnitten, Bewölkt und Regnerisch. Zusätzlich ist die Smart mit einem Alarm ausgestattet, der beim Überschreiten bzw. Unterschreiten eines bestimmten Messwertes einen akustischen Ton abgibt. Außerdem ist eine Batterietiefststandsanzeige vorhanden.
Kein Ersatz für professionelle Vorhersagen:
Trotz des deutlich umfangreicheren Vorhersagealgorithmus bei der Smart
ersetzt die Station nicht die Vorhersage aus den Medien. Es ist immer noch
eine Punktvorhersage, die leider in vielen Fällen nicht funktioniert.
Allerdings ist dies eine schöne Spielerei und mit den verschiedenen
Indizes auch eine gute Hilfe beim Abschätzen der Wetterlage. Bei der Nebelvorhersage klappt es offensichtlich
auch ganz gut mit einer rein lokalen Messung.
Ganz klar als Stärke der Station ist die hohe Messgenauigkeit bei der Temperatur zu bemerken. In dem mehrwöchigen Testzeitraum konnte im Durchschnitt lediglich eine Abweichung von +/- 0,1 °C festgestellt werden. Bei hohen Luftfeuchten beträgt die Abweichung bei der Feuchte auch nur +/- 2 %.
Ebenfalls als Stärke muss man die kurzen Übertragungszeiten erwähnen, die mit 4,5 Sekunden außergewöhnlich kurz sind. Dadurch können einzelne Funkstörungen leicht überbrückt werden. Und laut Hersteller sollen die Batterien trotz des kurzen Sendeintervalls zwölf Monate halten.
Bei hohen Luftfeuchten stimmen zwar die Messwerte der Feuchtemessung sehr gut, doch unter 85 % werden deutlich zu hohe Werte angezeigt. Sogar mehr als 10 % Abweichung konnten festgestellt werden.
Das Display besitzt leider keine Hintergrundbeleuchtung, wodurch ein Ablesen im Dunkeln oder unter schlechten Lichtbedingungen mit Schwierigkeiten verbunden ist.
Durch den Wechsel des Infotextes im unteren Bereich, ist leider nicht auf den ersten Blick eine Sturmwarnung oder ähnliches zu erkennen. Man muss immer erst abwarten bis alle Infos durchgelaufen sind, um sich sicher zu sein, dass man keine Info verpasst hat.
Testbericht erstellt von .Garantiert innerhalb von 24 Stunden verschickt die Smart. Hinzu kommen 14 Tage Umtauschrecht mit kostenlosem Rückversand.
Funk mit 868 MHz
Außentemperatur
Außenluftfeuchtigkeit
Luftdruck
Innentemperatur
Innenluftfeuchtigkeit
Es können insgesamt drei Außensensoren angeschlossen werden.
Hintergrundbeleuchtung: nein
PC-Anschluss: nein
Im unteren Bereich des Displays gibt es viele Zusatzinfos: