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Mete-On 1

Eine etwas andere Funkwetterstation

Wer von einer "Funkwetterstation" spricht, erwartet meist, dass die Außensensoren (z.B. Temperatur, Wind, Niederschlag) ihre Werte per Funk an das Basisgerät übertragen. Bisher wurde der Begriff jedenfalls stets so verwendet.

Bei der Mete-On 1 sieht es anders aus:
Sie bringt keine eigenen Sensoren mit, kann also nicht vor Ort messen. Stattdessen gehört sie zu einer Generation neuer Stationen, welche die professionell erstellten Vorhersagen eines privaten Wetterdienstes empfangen können.

Wer davon noch nichts gehört hat, macht sich am besten kurz mit den Grundlagen vertraut, die wir hier zusammengestellt haben:
» Übersicht zum Thema "Wettervorhersage ins Haus gefunkt"

 

Europaweite Prognosen via Funkuhrfrequenz

Seit Ende 2006 werden über zwei große Langwellensender in Deutschland und in der Schweiz nicht nur das Funkuhrsignal, sondern auch Wetterberichte versandt.

Dahinter steckt die Firma Meteotime aus der Schweiz. Die Vorhersagen werden vom privaten Wetterdienstleister Meteotest erstellt und gelten für diese Regionen:

Meteotime-Regionen

Umfang der Vorhersagen:

Für die Regionen in Mitteleuropa steht jeweils eine 4-Tages-Prognose zur Verfügung. Diese umfasst:

Für einige Regionen am Rande des Versorgungsgebietes (z.B. Spanien, Süditalien, Kroatien, Polen, Schweden, Norwegen) beschränkt man sich auf eine 2-Tages-Prognose. Hierbei wird angegeben:

Aktualisierung der Vorhersagen:

Jede Angabe wird einmal pro Tag aktualisiert, dabei halten sich die Sender an dieses Schema:

Zeit (UTC):   Prognose:
22:00 - 03:59   Aktueller / kommender Tag (TODAY im Display)
04:00 - 09:59   Folgender Tag (DAY 1 im Display)
10:00 - 15:59   Darauffolgender Tag (DAY 2 im Display)
16:00 - 18:59   Darauffolgender Tag (DAY 3 im Display)
19:00 - 21:59   30 Zusatzregionen mit 2-Tages-Prognose

Stärken der Station

In Sachen Hardware:
Unser Testgerät überzeugte durch eine sehr gute Verarbeitung. Das Display war gut ablesbar und verfügte über eine gelungene Hintergrundbeleuchtung. Nach dem Auspacken und dem Einlegen der Batterien braucht nur noch ein passender Aufstellungsort innerhalb der Wohnung gefunden werden, bevor man seine Wunsch-Regionen für die Vorhersagen auswählen kann.

Für die Standortsuche eignet sich der Test-Modus, in welchem die Mete-On 1 ständig die Qualität des empfangenen Funksignales darstellt. So konnten wir im Test feststellen, dass es in der Nähe von Röhrenfernsehern oder Computern Empfangsprobleme geben kann. Stellten wir die Station jedoch in einigen Metern Entfernung zu diesen Störquellen auf, gab es keine Schwierigkeiten mehr.

In Sachen Meteotime-System:
Die beiden Funksender verteilen die Vorhersagen für alle Regionen. Daher kann man sich, unabhängig vom aktuellen Standort des Meto-On-Empfängers, seine Wunsch-Regionen anzeigen lassen. Dies ist einer der Hauptvorteile gegenüber dem Konkurrenzprodukt Wetterdirekt, bei welchem nur die Werte für den aktuellen Standort empfangbar sind.

Wer häufig unterwegs ist oder sich für andere Ecken Europas interessiert, kann bei Meteotime bis zu 5 zusätzliche Regionen aufzeichnen lassen und jederzeit durchblättern. Wohnt man beispielsweise in Hamburg, lässt sich mit einem Tastedruck auf die Vorhersage für München sowie vier weitere Regionen Europas zugreifen.

Schwächen der Mete-On 1

In Sachen Hardware:
Im Gegensatz zu den Stationen von Wetterdirekt verfügt die Mete-On 1 über keinen Außentemperatursensor. Auf aktuelle Messwerte vor der eigenen Haustür muss daher verzichtet werden, obwohl diese ebenfalls interessant wären - wenn es z.B. um die morgendliche Kleiderwahl oder sommerliche Höchsttemperaturen geht.

In Sachen Meteotime-System:
Zwar geschieht das Aufrufen der Vorhersage überaus komfortabel - weder Internet-PC noch sonstige Geräte sind dafür nötig. Dafür erkauft man sich aber auch den Nachteil der seltenen Aktualisierung: Die Übertragungskapazität des verwendeten Funkuhrprotokolls ist recht eingeschränkt, so dass jeder Wert und jede Prognose nur einmal pro Tag aktualisiert wird.

Wer den Aufwand nicht scheut und sich ins Internet begibt, findet dort um vielfaches aktuellere Prognosen, die zudem dank Textform auch einen umfassenderen Eindruck vermitteln.

Testbericht erstellt von .
Zuletzt bearbeitet am 01.07.2007.
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© 2008 Tobias Gerstmaier. Alle Rechte vorbehalten. Alle Angaben ohne Gewähr.
Wetterstation Mete-On 1
Stationstyp

Funkempfänger für Wettervorhersagen, ohne eigene Sensoren

Messgrößen

keine Sensoren

Erweiterbarkeit

keine Sensoren

Ausstattung

Hintergrundbeleuchtung: ja
PC-Anschluss: nein

Downloads

Handbuch (als PDF)

Häufige Fragen (als PDF)

Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (als PDF)

Wählbare Regionen im Überblick (als PDF)

Fotos

Konsole ohne Hintergrundbeleuchtung:
Mete-On 1 ohne Hintergrundbeleuchtung

Invertiertes Display mit Beleuchtung:
Mete-On 1 mit Hintergrundbeleuchtung