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Matrix II

Die Matrix II (UVP rund 200 €) ist der WS 3600 "Master Touch" sehr ähnlich. Das Display der Matrix II wurde jedoch etwas "abgespeckt" im Vergleich zur WS 3600. Denn während die WS 3600 einen Touchscreen bietet, erfolgt bei der Matrix II die Bedienung über einige Taster.

Der einzige Unterschied in Sachen Sensorik steckt beim Außenfühler für Temperatur und Feuchte: Die WS 3600 verwendet einen Lamellenaufsatz gegen die Sonneneinstrahlung, die Matrix II eine einfache Abdeckkappe aus weißem Kunststoff. Erwartungsgemäß misst die Matrix II daher zu hohe Werte bei direkter Sonneneinstrahlung.

Die Matrix II wird von Europe Supplies produziert und unter anderem von TFA-Dostmann vertrieben.

Für Einsteiger ist die Matrix II aufgrund des guten Preis-Leistungsverhältnisses eine gute Wahl, sofern der Außenfühler in einer schattigen Position angebracht wird: Der Funkempfang wie auch die Messgenauigkeit sind in diesem Fall brauchbar, wenn auch nicht mit den deutlich teureren Stationen von Oregon Scientific oder Davis vergleichbar.

Kompatibilität

Auch wenn es der Name vermuten ließe, ist diese Station nicht mit den Sensoren der WS XXXX-Serie kompatibel. Die Matrix II kommt wie die WS 3600 als Komplettsystem und ist nicht um zusätzliche Sensoren erweiterbar.

Messgenauigkeit

Genauigkeit der Außentemperaturmessung:
Für die Überprüfung des Außentemperaturfühler kam unsere bereits bewährte Testbox zum Einsatz:
Matrix II
Details zum verwendeten Messverfahren gibt es hier.

Das Ergebnis:
Wie nicht anders zu erwarten, ähneln auch hier die Ergebnisse denen der WS 3600: Durchschnittlich zeigte die Matrix II 0,8°C zu viel an, bei der WS 3600 waren es 0,7°C.

Effektivität des Strahlungsschutzes:
Hier wird es schon spannender: Bei der Matrix II kommt anstelle eines Lamellengehäuses lediglich eine weiße Kappe zum Einsatz, die den Temperatur- und Feuchtesensor vor direkter Sonneneinstrahlung schützen soll.

Hierbei ist die Belüftung entsprechend schlechter, so dass bei direkter Septembersonne die Messwerte teils bis zu zehn Grad über der tatsächlichen Schattentemperatur lagen.

Fazit:
Wer auch nur halbwegs realistische Außentemperaturen messen möchte, sollte den Außenfühler trotz Schutzkappe nicht direktem Sonnenschein aussetzen. Es bietet sich vielmehr an, sich eine kleine Wetterhütte zu basteln oder eine Stelle im Garten zu suchen, die ganztägig im Schatten liegt. Berücksichtigt man dies, liegen die Temperaturen mit einer Abweichung von 0,8°C (unser Testgerät) in einem brauchbaren Bereich.

Stärken der Station

Weg der Datenübertragung wählbar (identisch WS 3600):
Ob die Sensoren ihre Werte per Kabel oder mittels Funksender an das Anzeigemodul übermitteln, kann man wie bei der WS 3600 selbst entscheiden. Alle nötigen Komponenten werden mitgeliefert. Falls sich die Funkübertragung vor Ort als problematisch herausstellen sollte, kann man auf Kabel umsteigen - ein deutlicher Pluspunkt. Dabei lassen sich erfahrungsgemäß Kabellängen bis 30 Meter ohne Datenverlust realisieren.

Häufige Aktualisierung der Messwerte am Display (identisch WS 3600):
Während die Sensoren der WS XXXX-Serie nur alle zwei Minuten ihre Werte an das Display funken, geht die Matrix II intelligenter vor: Sobald mehr als 10 km/h Windgeschwindigkeit herrschen, werden die Werte alle 32 Sekunden aktualisiert - so werden auch Windböen zuverlässiger registriert. Bei weniger als 10 km/h beschränkt sich die Matrix II auf eine Aktualisierung alle 128 Sekunden, um die Batterien zu schonen.

PC-Kompatibilität (Unterschied zur WS 3600!):
Die Matrix II speichert 175 komplette Datensätze. Damit lassen sich auch bei ausgeschaltetem PC Messwerte speichern, die beispielsweise nach einem Urlaub dann in den Computer überspielt werden können. Der Speicher der WS 3600 ist mit 1750 Datensätzen jedoch weitaus größer.

 

Schwächen der Station

Nur 175 Datensätze speicherbar (Unterschied zur WS 3600):
War unter "Stärken" das Vorhandensein des Speichers gerade noch ein Thema, so wird nun dessen Größe eher eine Schwäche: Denn mit 175 Datensätzen ist er recht knapp bemessen. Bei fünzehnminütiger Messung reicht er beispielsweise nicht einmal zwei Tage aus. Wer also einen längeren Urlaub plant, muss möglicherweise den PC laufen lassen, wenn es zu keinen Datenlücken kommen soll.

Abstriche bei der Messgenauigkeit (identisch WS 3600):
Im Forum wurden von Besitzern der WS 2300 wiederholt zu geringe Windgeschwindigkeiten beklagt. Die Matrix II verwendet wie die WS 3600 die gleiche Technik zur Erfassung der Windgeschwindigkeiten. Aus Kostengründen basiert der Windgeschwindigkeitssensor nicht auf einer Schalenkreuzkonstruktion, sondern auf einem Windrad, das mittels der Windfahne in Windrichtung gedreht wird.

Achtung beim Betrieb mit einem USB-auf-seriell-Adapter (identisch WS 3600):
Viele PCs und vor allem Laptops besitzen heute keine serielle Schnittstelle mehr. In der Regel reicht es aber aus, für ca. 20 Euro ein Adapterkabel von USB auf RS 232 zu kaufen. Jedoch arbeiteten die meisten Wetterstationen nicht mit jedem beliebigen Adapter problemlos zusammen. Beim Kauf eines Adapterkabels also die Rechnung gut aufheben, damit man ggf. umtauschen kann! Wer ein Kabel gefunden hat, mit dem die Matrix II zuverlässig läuft, kann sich gerne kurz melden.

Testbericht erstellt von .
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Matrix II
Tipp

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Stationstyp

Funk mit 433 MHz

Messgrößen

Innentemperatur
Innenluftfeuchtigkeit
Luftdruck
Windgeschwindigkeit
Windrichtung
Niederschlag
Außentemperatur
Außenluftfeuchtigkeit

Erweiterbarkeit

Es können keine weiteren Sensoren angeschlossen werden.

Ausstattung

Hintergrundbeleuchtung: ja
PC-Anschluss: ja

Downloads

noch nicht verfügbar

Links

Herstellerseite zur Matrix II