Monatsabschluss Dezember 2017  (Gelesen 149 mal)

Offline Leoloewe

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Rückblick auf den Schwörstädter Dezember 2017
Antwort #10 am: 06.01.2018, 13:35:42
Nach einem winterlichenStart und einem turbulenten zu warmen Ende war der erste Wintermonat gegenüber der Norm von 1981 bis 2010 0,5°C zu warm, 5,8 l/m² zu niederschlagsreich und die Sonne machte 4,5 Überstunden.

Mit Tief „Torsten“ begann der Dezember wie es sich für einen Wintermonat gehört mit Schnee und Frost. „Danke Anke“, das umfangreiche Hochdruckgebiet „Anke“ brachte uns ab dem 2. Dezember mit einer nördlichen bis nordwestlichen Strömung Meeresluft polaren Ursprungs, was zum Erliegen der Schauertätigkeit führte. Winterliche Hochdrucklagen führen nicht zwingend zu schönem aber wenigstens zu niederschlagsfreiem Wetter. So zeigte sich die Sonne überhaupt nicht, oder erst nach zähem Auflösen der Hochnebeldecke, aus der sogar am 4. etwas Schneegriesel fiel. Nach 4 Frosttagen in Folge wurde unser Wetter ab dem 5. zunehmend von milderer Atlantikluft geprägt. Begleitet von Blitz und Donner sowie lebhaften Winden strömte mit dem Durchzug der Kaltfront von Tief „Walter" am 8. wieder Polarluft ein, wobei die Niederschläge bis zum Abend wieder in Schnee übergingen. Nach einem Schneegestöber bei Temperaturen um minus 3°C am Morgen des 10. Dezember setzte zum Nachmittag hin durch die Warmfront von Tief „Xantos“ gefrierender Regen ein, was oft zu Glatteis führte. Bis zum 12. Dezember fiel dann bei positiven Temperaturen 34,4 l/m² Regen. Auch die folgenden Tage blieb es durch die Tiefs „Yves“ und „Zubin“ mit einer schwankenden Schneefallgrenze meteorologisch gesehen sehr abwechslungsreich. Die erste Dezemberhälfte war somit 0,5°C zu kalt, mit 82,2 l/m² fiel schon 76% des normalen Dezemberniederschlages und die Sonne schien an 29 Stunden schon 66% des Dezembersolls. Das Wetter zeigte sich auch zu Beginn der zweiten Dezemberhalbzeit weiterhin von seiner launischen Seite und lies sich als unbeständiges Schauerwetter zusammenfassen. Tief „Andreas“ bescherte uns am 18. mit 5 cm die bisher höchste Schneedecke in diesem Winter. Bereits nach 2 Tagen war der Schnee des kurzen Winterintermezzos aber bereits wieder getaut. Ab dem 20. Dezember führte Tief „Bob“ mit einer nordwestlichen Strömung mildere Luftmassen zu uns. Die Tiefs „Charly“ und „Diethelm“, sowie das Hoch „Carina“ waren für das diesjährige Weihnachtstauwetter mit vielen Wolken, zeitweiligem Regen und 8,5°C am 2. Weihnachtsfeiertag verantwortlich. Die Pünktlichkeit des Weihnachts-Tauwetters war wieder einmal bemerkenswert, wobei, es gab ja nichts mehr zum Tauen. Mit einer Temperatur-Achterbahnfahrt, Schnee, Regen und durch die großen Luftdruckgegensätze starkem Wind und Sturm zog Petrus bis zum Jahresende nochmals sämtliche Wetterregister und sorgte für wechselhaftes, turbulentes Schmuddelwetter. In der Nacht auf den 31.sank die Temperatur nicht unter 11,4°C was die höchste Minimum-Temperatur seit Aufzeichnungsbeginn bedeutete und mit einer Tagestemperatur von 16,1°C verzeichneten wir die höchste Dezembertemperatur der letzten 50 Jahre, für die Schneeliebhaber war es ein trauriger Jahresabschluss.

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