Zeitreihen und Trends  (Gelesen 302 mal)

Offline falk

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Zeitreihen und Trends
am: 20.02.2019, 21:32:37
Ich habe ein Faible für schöne und aussagekräftige Diagramme. Deshalb möchte ich euch auf meine neueste Entdeckung auf der DWD-Seite hinweisen: Zeitreihen und Trends

Man sieht z.B sehr schön die zunehmende Erwärmung in den letzten Jahren.



Im Jahresvergleich lassen sich auch Kenntage auswählen und mehr...

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Zeitreihen und Trends
« am: 20.02.2019, 21:32:37 »

Offline wneudeck

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Re: Zeitreihen und Trends
Antwort #1 am: 20.02.2019, 22:54:12
Hallo,
danke für den Hinweis. Sehr aussagekräftig.

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Re: Zeitreihen und Trends
Antwort #2 am: 21.02.2019, 12:37:32
Hallo falk,

schön, auch mal wieder was von Dir zu lesen.

Der Trend zur Erwärmung der Temperatur ist ja eindeutig abzulesen (+1,8 °C seit 1890 bis heute). Nun ist das zwar jedem von uns einigermaßen bekannt (wenn auch nur gefühlt), aber die Welt lebt anscheinend in Zeiten, wo einen das kaum interessiert. Ich kann da nur "Dekadenz" aus den 1920er-Jahren anführen.

Ja, wir hätten schon früher mit Maßnahmen beginnen sollen, den Energieverbrauch zu regeln, den Ausstoß von CO2 oder NO2 zu verringern, was aber nur weltweit zum Erfolg führen würde.

Sieh Dir mal die geplanten Dieselfahrverbote in der BRD an. Das ist ein Witz. Weltweit schert sich niemand um das Thema und wir sollen Vorreiter sein, das Weltklima zu stabilisieren? Wir können mit unserer Bevölkerung von vielleicht gerade mal unter 1 % der Weltbevölkerung keine Kapriolen vollbringen, alleine die Nachhaltigkeit der Natur schützen zu wollen. Dazu ist weltweites Engagement vonnöten. Wenn ich mir nur das Verhalten der USA ansehe, aufstrebenden Mächten wie China oder auch der asiatischen Region Glauben entgegenbringe, dann ist unser Ziel zwar löblich, aber alleine undurchführbar.

Wir können durch Abfalltrennung und eingeschränktes Heizen mit Holz oder Kohle das Weltklima nicht nachhaltig beeinflussen, nicht mal in der eigenen Region, da Weltklima an uns ja auch nicht völlig unbedarft vorbei geht, nur weil wir einen gewissen Teil zum "Umweltschutz" beitragen.

Wir sind mittlerweile an einer Grenze, die es weltweit nicht mehr zu überschreiten gilt. Aber "Citius, Altius, Fortius", "schneller, höher, weiter" bestimmt unser Leben - kein Mensch weiß, wohin das in einigen Generationen noch führen soll ...

Danke für den Link auf die Grafik, aber ich denke, mit unseren bescheidenen Maßnahmen und den ebenfalls sehr bescheidenen Kompetenzen unserer alles lenkenden Politiker ist der Fortbestand unserer Heimat "Erde" für zukünftige Generationen auf Dauer nicht zu retten, wenn nicht bald Vernunft auf höchster, politischer Ebene einkehrt, das Problem auch zu erkennen ...

Gruß Hans
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Offline falk

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Re: Zeitreihen und Trends
Antwort #3 am: 23.02.2019, 11:14:51
Hallo Hans,

ich bin auch skeptisch, ob wir hier das Ruder noch herumreißen können. Weder die aktuelle Weltpolitik, die Überbevölkerung und die vorherrschende Gesellschaftsordnung geben Anlass zu Hoffnung.

Die Menschheit wird überleben, aber die Welt, wir wir sie kennen wird, für unsere Kinder und Enkel verloren sein.

Hierzu noch ein Link, falls man Zeit hat und gut Englisch versteht: https://www.nytimes.com/interactive/2018/08/01/magazine/climate-change-losing-earth.html

Gruß
falk

Online Tex

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Re: Zeitreihen und Trends
Antwort #4 am: 23.02.2019, 11:49:10
Zitat
Wir können mit unserer Bevölkerung von vielleicht gerade mal unter 1 % der Weltbevölkerung keine Kapriolen vollbringen, ...

Hans, Du sagst es - und wir werden in den nächsten 20-30 Jahren wahrscheinlich Richtung 0,5% gehen, nicht weil wir weniger werden, sondern weil die Weltbevölkerung (momentan, Tendenz steigend) um ca. 85 Mil./Jahr zulegt......
« Letzte Änderung: 23.02.2019, 12:32:57 von Tex »
bis dann, Tex

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Re: Zeitreihen und Trends
« Antwort #4 am: 23.02.2019, 11:49:10 »

Offline falk

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Re: Zeitreihen und Trends
Antwort #5 am: 23.02.2019, 14:17:41
Das politische Gewicht von Deutschland ist sehr viel größer und zusammen mit Europa könnte viel bewegt werden. Leider hat sich Deutschland längst von einer Vorreiterfunktion verabschiedet und tritt in Europa und der Welt zunehmend als Bremser auf.

Als Wetterstationsbetreiber sind wir Beobachter der Erwärmung. Man muss sich aber mit dem Beobachten nicht abfinden, auch wenn man selbst nur 0,000000013% der Weltbevölkerung stellt.

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Re: Zeitreihen und Trends
Antwort #6 am: 25.02.2019, 17:30:05
Hallo Tex, das sehe ich genauso.

Hallo falk, unser demokratisches Recht besteht zunächst darin, Volksvertreter zu wählen, die vor den Wahlen geeignet scheinen, etwas (in die richtige Richtung) zu bewegen und das sind die knapp 1% der Weltbevölkerung, die diese vertreten und die Deutschland bei Verhandlungen einbringt, wobei die Volkesmeinung nach den Wahlen nur noch im Rahmen von knapp 10% von den gewählten Vertretern tatsächlich vertreten wird. Da liegt bei uns der Knackpunkt.

Viele Schüler demonstrieren freitags mit gutem Recht für ein steigendes Umweltbewusstsein, da unser Planet deren Zukunft bedeutet. Aber was bringt's? Als Einzelner kannst Du wenig ausrichten, wenn Dir sogar unsere Volksvertreter und diejenigen der anderen Nationen schon seit Jahrzehnten in den Rücken fallen.

Die Lobbyisten haben weltweit ihre Finger drin und da wird mit der Politik nicht mehr über die Planung des ein oder anderen Ausstiegs verhandelt sondern über den möglichst langen Erhalt des "Status Quo", so dass möglichst Alles so bleibt wie es ist - alles andere schädigt die Industrie und die Aktionäre - ja wahrscheinlich auch die Einnahmen der Politiker ...

Genausowenig, wie der Flügelschlag eines Schmetterlings in "Absurdistan" eine Umweltkatastrophe auslösen können sollte, genausowenig wird ein Einzelner ein solch drohendes Disaster verhindern können.

Diejenigen, in deren "Besitz" sich die Welt befindet, wollen einen Umbruch nicht. Das sind zwar nur wenige Prozent der Weltbevölkerung. Die größte Anzahl von Eigentümer sind wir zwar alle, aber  wir haben ja nichts zu sagen und nicht genügend Geld, unsere Wünsche auch zu unterstreichen.

Ja, schade. Spätere Generationen müssen ausbaden, das Generationen zuvor unter den Teppich gekehrt wurde. "Der Abgrund ist nur noch wenige Schritte entfernt, aber morgen sind wir schon wieder einen Schritt weiter".

 :( Gruß Hans
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Offline falk

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Re: Zeitreihen und Trends
Antwort #7 am: 25.02.2019, 21:08:46
Hallo Hans,

nationale Alleingänge nutzen natürlich wenig, wobei ich, wie schon geschrieben, wirklich keine Vorbildstellung von Deutschland erkennen kann. Hoffen wir, dass vor allem in den USA die Regierung wieder zur Vernunft findet, denn einige globale Probleme wurden ja schon gemeinsam gelöst.

Zum Beispiel war das Montreal-Protokoll von 1987 die politische Antwort auf die Entdeckung des Ozonlochs und jetzt, drei Jahrzehnte später, lässt sich eine Trendumkehr feststellen.

Luftreinhaltungsmaßnahmen haben spürbar die Luftqualität verbessert und den sauren Regen vermindert. Du erinnerst dich sicher noch an die Diskussion über das Waldsterben in den 1980er Jahren. Dummerweise sorgt die saubere Luft nun für eine zusätzliche Beschleunigung der globalen Erwärmung und der Wald leidet durch Trockenheit und Hitze.

Gruß
falk