Boltek LD-250 oder StormTracker unter Linux  (Gelesen 24372 mal)

Offline wneudeck

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Boltek LD-250 oder StormTracker unter Linux
Antwort #10 am: 22.07.2004, 10:03:19
Hallo Cinam,
danke für die ausführliche Erläuterung, die für wesentlich mehr Klarheit über die Auswertung der Daten sorgt.
Ich stimme zu, wenn du sagst, dass der Boltek nicht mit professsionellen Ortungssystemen mithalten kann, andererseits scheint es ja auch nicht gerade ein Spielzeug zu sein, wenn man den technischen Angaben und deinen Angaben zur Softwareauswertung folgt.
Gerade deswegen würde mich eine Antwort auf die bereits gestellte Frage interessieren:
Hast du die Ortungen deines Geräts schon mit einem professionellen System verglichen? Denn ich habe, wie bereits geschrieben, den Eindruck, dass die Gewitter recht zuverlässig erfasst werden, aber die in der Karte eingezeichnete Position erheblich von der tatsächlichen Position abweicht.
Wie komme ich zu der Vermutung?
Ich habe deine Darstellung mit der Darstellung von Siemens verglichen und mich dann im Internet bei diversen Diensten vergewissert, ob dort tatsächlich gerade Gewitter sind.

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Boltek LD-250 oder StormTracker unter Linux
« Antwort #10 am: 22.07.2004, 10:03:19 »

Peter Wenner

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Boltek LD-250 oder StormTracker unter Linux
Antwort #11 am: 12.08.2004, 22:17:28
Hallo!

ich habe seit einigen Tagen einen Boltek LD. Nach den ersten Gewittern und vergleichen meine ich auch, dass die Richtungsbestimmung überraschend gut ist. Die Anforderungen an den Antennenstandort hätte ich mir höher vorgestellt. Bei mir ist die Antenne in 6m Höhe an einem Baumstamm befeatigt. Zwei Hauswände stehen in 3 und 6 Metern Abstand in Firsthöhe.

An einem Austausch / Zusammenschluss mit anderen Stationen zur genaueren Erkennung bin ich sehr interessiert.

Gruß
Peter

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case

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Boltek LD-250 oder StormTracker unter Linux
Antwort #12 am: 15.02.2005, 15:13:17
hallo,

ich bin sehr interessiert an einer verfeinerung der blitzdaten durch den zusammenschluss mehrerer stationen. wie genau kann man damit werden ? mein geometrisches verständis sagt mir, mit zwei messpunkten  (= stationen) könnte man schon sehr genau werden, indem man den schnittpunkt der richtungen berechnet. habt ihr euch mit diesem projekt schon weiter beschäftigt ?

Offline sascha_spieka

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Boltek LD-250 oder StormTracker unter Linux
Antwort #13 am: 15.02.2005, 15:42:42
´Seit Dezember habe ich auch einen Boltek-Detektor in Betrieb.
Bei einem Wintergewitter im Januar war ich mit der Leistung des Systems eigendlich sehr zufrieden.
Das Gewitter bildete sich hier an der Küste und zog dann die Elbe hoch. Durch die doch hohe Häufigkeit der Blitze war die Positionierung sehr gut und stimmte mit den Daten von BLIDS überein.
Durch optische Beobachtung dieses Gewitters konnte ich allerding feststellen, daß langezogene Entladungen zwischen den Wolkenschichten als mehrer Wolken/Boden-Entladungen dargestellt wurden, was natürlich die Entfernungsberechnung verfälscht.

Ich vermute jetzt mal folgendes:

- Die Entladungen bei einem Wintergewitter sind seltener und weniger Intensiv als bei einem "richtigen" Gewitter
- Durch die hohe Anzahl von starken Entladungen zum Boden (also punktuell) bei einem "richtigen" Gewitter stimmt auch die Entfernungsberechnung, vor allem wenn man die Gewitterzelle als Ganzes betrachtet.
- Eine kilometergenaue Anzeige wird man nur durch Kopplung mehrerer Stationen erreichen

Also, erstmal abwarten bis es richtig kracht.

MfG

Sascha

Peter Wenner

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Boltek LD-250 oder StormTracker unter Linux
Antwort #14 am: 17.03.2005, 22:06:41
Ich möchte noch einen weiteren Aspekt bezüglich der Problematik "Entfernungsbestimmung" einbringen:
Die Entfernung wird ja letztlich anhand der Feldstärke berechnet. Die Feldstärke des /der Blitze hängt auch von den Empfangsbedingungen ab. Klar ist da der Antennenstandort zu nennen, der allerdings einmal gewählt und sich nicht mehr ändert, durch einen Anpassungsfaktor "Ranging Scaling" genannt bei Lightning2000, ausgeglichen werden kann. Aber die unterschiedlichen Ausbreitungsbedingungen in der Athmosphäre können nicht ausgeglichen, nicht einmal genau genug vorhergesagt werden, teilweise ändern sie sich stündlich. Z. B. kann man sagen, dass in der ersten Nachthälfte generell wesentlich stärke Feldstärken erreicht werden wie z. B. Mittags. Dies ist besonders im Sommer zu beobachten (Mittagsdämpfung). Da die Blitzsignale -wie ich aus den möglichen Entfernungsdarstellungen schließe- aus dem Kurzwellen/Mittelwellenbereich empfangen werden, kommt dieser Aspekt voll zum tragen.
Da der Referenzwert des Blitzes, den die Software unterstellt, gleich bleibt, bedeutet dies für die Entfernungsdarstellung: Tendenziell müssten z. B. am Abend /in der Nacht die Blitze als "näher"  erkannt werden, als am Tage. Dieser Effekt dürfte sich bei real weiter entfernt liegenden Blitzen stärker auswirken als bei naheliegenden. Vielleicht kann zu dieser These jemand Stellung nehmen z. b. ein Funkamateuer?.

Da ich nunmehr 2 separate Blitzortungen mit nahe liegenden Antennenstandorten und identischer Auswertesoftware habe (derzeit noch in der Testphase), kann ich testen, in wie weit beide Systeme die Blitze ähnlich erkennen. Zwar veröffetnliche ich auf meiner Wetterseite mit dem 2. System eine kleine, aber dafür hoch aufgelöste Karte um Karlsruhe, kann aber intern dennoch auf den gleichen Radius wie das erste System schalten und so gut vergleichen.

Im Wetter-Board sind einge private Boltek-Blitzortungen dargestellt auf einer Seite, die sich gebietsmäßig teilweise überlappen. Man sieht oft, dass die Anzeigen unterschiedlich sind, manchmal aber auch verblüffend übereinstimmend. Ich vermute, dass die Erkennung umso genauer wird, je näher die reale Entfernung und je mehr Blitze vorkommen.

Gruß
Peter
http://www.wetterstation-karlsruhe.de

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Boltek LD-250 oder StormTracker unter Linux
« Antwort #14 am: 17.03.2005, 22:06:41 »

Gandalf

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Boltek LD-250 oder StormTracker unter Linux
Antwort #15 am: 21.03.2005, 13:17:52
Hallo,

inzwischen habe ich doch einen Boltek 'StormTracker' (es leben hoch der niedrige Dollarkurs und die Firma provantage).

Allerdings bekomme ich die PCI Karte nicht in dem Rechner zu laufen für die Sie bestimmt war. Sie wird schlicht und ergreifend nicht erkannt.
In jedem anderen meiner Rechner schon, nur nicht im Wetterrechner (und ich habe ihn inzwischen schon 2x komplett neu aufgesetzt).

Habt Ihr schon einmal von solchen Problemen gehört?

Wenn Interesse besteht, kann ich die genaue Konfiguration des Rechners posten. Villeicht hat einer eine Idee.

Gruss
Thomas

PS. Am Zusammenschluss mehrere Stationen bin ich immer noch interessiert.

cguenther

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Boltek LD-250 oder StormTracker unter Linux
Antwort #16 am: 23.06.2005, 14:03:42
Hallo Gandalf,

was hat Dich das Boltek-System inclusive aller Nebenkosten in EUR letztlich gekostet? (Einfuhr-Umsatzsteuer, Zoll etc)

Danke für ne Info hierzu!

Gruß,
C.

Gandalf

  • Gast
Boltek LD-250 oder StormTracker unter Linux
Antwort #17 am: 23.06.2005, 17:30:31
Hallo cguenther,

siehe PM

Gruss
Thomas

cguenther

  • Gast
Boltek LD-250 oder StormTracker unter Linux
Antwort #18 am: 24.06.2005, 14:40:33
OK, checked :-)

Danke!

Gruß,
C.

Wetterstationen.info Forum

Boltek LD-250 oder StormTracker unter Linux
« Antwort #18 am: 24.06.2005, 14:40:33 »

cguenther

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Umfrage: Wer betreibt seine Boltek-Hardware unter Linux?
Antwort #19 am: 05.07.2005, 19:23:18
Hallo,

ich würde gerne nochmal das Thema aufgreifen: Wer von Euch hate seine Boltek-Hardware unter Linux "am laufen" ?

Gruss,
Carsten