Abgleich Blitzortungssystem  (Gelesen 4175 mal)

Gandalf

  • Gast
Abgleich Blitzortungssystem
am: 28.06.2005, 17:16:30
Hallo Leute,

ich betreibe seit kurzem einen Stormtracker von Boltek.
Dabei habe ich den verdacht, das dieser mir, vor allem in den Entfernungswerten, absoluten Mist zeigt.
Wenn ich die Daten mit Blids vergleiche liegen die mir angezeigten Zellen ja nach Abstand vom Zentrum bis zu 200km daneben.

Da mir die Langzeiterfahrung fehlt, kann dies jemand aus eigenen Beobachtungen bestätigen? Hat jemand seinen "kalibriet" und wenn ja wie.

Die Auflösung der Blids-Seite lässt leider stark zu wünschen übrig und ich trau meiner Anzeige derzeit auch nicht so richtig, um eine Gewitterzelle mit der von Blids gezeigten fest zu mappen und das Gerät darauf zu "kalibiren".

Das dies nur ein Schätzeisen ist, ist mir klar und bei fehlender Triangulation die Entfernung auch daneben ist auch. Aber mit einer 200km Abweichung bei ca. 130km Entferung hätte ich dann doch nicht gerechnet.

Mein System besteht aus:
Boltek Stormtracker und NexStorm von Astrogenic.
- kein Metall in einem Kugelradius von 2m um die Antenne


Gruss
Thomas

Wetterstationen.info Forum

Abgleich Blitzortungssystem
« am: 28.06.2005, 17:16:30 »

Offline Don Harry

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Abgleich
Antwort #1 am: 29.06.2005, 11:58:44
Hallo,
die Entfernung kann fast nie stimmen wenn mehrere Gewitterzellen hintereinander liegen. Das kann das Geraet nicht 100% ig abgleichen. Mit der Software Lightning 2000 laesst sich das etwas korrigieren.

Das "Einmessen" geht ueber die Abfrage von aktuellen Satellitenbilden und Niederschlagsradarmessungen.

Es bleibt aber ein huebsches Spielzeug bei weiten Entfernungen. Im Nahbereich (250 KM) hilft es unsere Unwetterwarnungen zu prazisieren. Durch den Boltek sind wir besser als der spanische Wetterdienst. Unsere Trefferquote liegt bei ueber 80 % im Bereich der Warnungen.

Gandalf

  • Gast
Abgleich Blitzortungssystem
Antwort #2 am: 29.06.2005, 15:03:11
Hallo Don Harry,

>Mit der Software Lightning 2000 laesst sich das etwas korrigieren
Mit NexStorm geht es auch, aber dazu benötige ich verlässliche Quellen.

Im Nahbereich bin ich bis ca. 70 km zufrieden, aber dann scheinen die Entfernungsfehler exponentiel zu steigen.

Gestern habe ich ich ein Gewitter in der Nähe von Regensburg betrachtet, gezeigt wurde es mir allerdings in der Nähe von München.

Ich kann mir nicht vorstellen das die Dämpfung der elektromagnetischen Wellen durch die Nachbarbebauung sooooo groß ist.

Der Einsatz einer WLan Karte (aus Gründen des Blitzschutzes) im Rechner sollte auch keinen dämpfenden Einfluss haben.

>Das "Einmessen" geht ueber die Abfrage von aktuellen Satellitenbilden und Niederschlagsradarmessungen.
Das muss ich mir mal ansehen, befürchte aber, das die eigentlche Gewitterzone nicht direkt so leicht erkennbar ist. Oft ist das Regengebiet größer als die Gewitterzone.

Gruss
Thomas