Eigenbau Strahlungsschutz mit Solar-Aktiv Belüftung  (Gelesen 32290 mal)

Offline TheWeather

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Eigenbau Strahlungsschutz mit Solar-Aktiv Belüftung
Antwort #30 am: 06.04.2011, 01:12:48
Hallo Burkhardt,

:-D Na, dann schick' ich Dir demnächst mal ein Bild von meinem angepinselten Regenwasser-Fallrohr - Anstrich über 10 Jahre alt, aber hält ...

Gehst Du bei frischem Anstrich mit dem Fingernagel drüber, hast Du natürlich sofort mehr oder weniger Latex-DNA unter dem Nagel. Mann - Du sollst nicht kratzen (nach erst zwei Tagen schon gar nicht), sondern Witterungseinflüsse und die gute Haftung weiterer aufgebrachter Farben beobachten! ;-)

Kennst Du den Effekt beim Lackieren verzinkter Geländer oder Geländern aus Aluminium? Farbe, gleich ob Acryl oder was auch immer, blättert nach zwei Jahren ab. Einmal mit Latex-Farbe vorgestrichen, bekommst Du die nur mit einem Schraubendreher und eifrigem Kratzen wieder ab - mit "Abziehen wie "Tesa-Film" ist da nix!

Einzig bislang bekannt auf "Silikon", da hält auch Latex-Farbe nicht lange, da kannst Du tatsächlich nach zwei Jahren Streifchen runter ziehen.

Meine einzige Erklärung - kurz und knapp: :-D Deine Blumenuntersetzer taugen nicht für meine Ratschläge!

Ansonsten ...

... liebe Grüße und einen schönen Abend noch ... ;-)  

Hans
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Eigenbau Strahlungsschutz mit Solar-Aktiv Belüftung
« Antwort #30 am: 06.04.2011, 01:12:48 »

Offline Buxi

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Eigenbau Strahlungsschutz mit Solar-Aktiv Belüftung
Antwort #31 am: 06.04.2011, 02:16:03
Hallo Hans,

 
Zitat von: "TheWeather"
… Deine Blumenuntersetzer taugen nicht für meine Ratschläge!
Oder vielleicht umgekehrt?! :-D

Ne, kratzen tue ich nicht an der Farbe, ich brauche bloß mit dem Nagel leicht an die Farbkante kommen und schon löst sie sich ab!
Beim pinseln kam auch etwas Farbe auf die durchsichtigen „Abstandshülsen“ aus elastischem PVC-Schlauch (für Aquarien), dort hielt die Farbe bombenfest – auch durch kratzen ließ sie sich absolut nicht entfernen!
Ich sagte doch auch schon an anderer Stelle, die glatte Oberfläche dieses Kunststoffzeugs fühlt sich ölig an, Wasser perlt ab wie auf einem Lotusblatt – da haften nur Etiketten!

Etwas zu vorschnell habe ich tragischer Weise nochmals andere/größere Untersetzer gekauft, die sollen dann für den Hauptsensor am Mast herhalten – und auf diesen hält die Farbe auch nicht; bei diesen ist die Farbe Mittelgrau (ähnlich Beton).
Da ich zwischen hellen und dunklen Untersetzern sowieso keinen wirklich sichtbaren Temperaturunterschied feststellen konnte, warte ich eben bis der Wind die Farbe wegbläst und lasse sie dann in original grau. (Bild folgt noch von dem sonst sehr schönen Teil)

Der erste braune Strahlungsschutz hat nun seinen endgültigen Platz „im“ Baum gefunden und ersetzt den bisherigen rel. primitiven (siehe Bild). In weiß wäre er hier viel zu auffällig.
Gruß, Burkhardt xxxx

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Offline TheWeather

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Antwort #32 am: 06.04.2011, 02:43:39
Ja, ich bin noch wach!

Tja, das tut mir leid, dass ich Dich zu einem Versuch angestiftet habe, der leider nicht befriedigend ausging.

Es gibt tatsächlich Materialien, auf denen Latex-Wandfarbe auch nicht haftet. Vor allem sind dies Materialien mit extrem glatter Oberfläche (Glas, Fliesen, Deine Untersetzer), bei denen diese Mühe dann leider umsonst scheint. Aber auch auf Glas geht's ...

Auf einem Fenster im 1. Stock war bislang ein unentdeckter, hellblauer Fleck von ca. 1,5 cm Durchmesser in der Ecke. Der stammte vom "Häuschen anlegen", das aber mittlerweile auch vier Jahre zurück liegt. Der "hängt da einfach rum". Mit einem Lackschaber hab' ich ihn dann aber vom Glas abbekommen, mit "Abziehen" war da keine Chance.

Wir könnten jetzt noch über die Qualität von Latex-Außenanstrichen diskutieren, aber ich nehm' Dir das natürlich so ab, wie Du's sagst.

Es gibt auch Zweikomponenten-Kleber, die kleben überall bombenfest, nur in der Rührschüssel, in der sie mal gemischt wurden, kann man sie nach dem Aushärten einfach locker wieder abziehen.

Da "Braun" sowieso eine gute Tarnfarbe für Deinen T/H-Sensor ist, war das gerade mal eine kleiner "Ausflug am Rande", hätte ja sein können, dass Dir der Hinweis etwas nutzt.

 :-D So aber muss ich leider einen Rückzieher machen und feststellen, dass nicht alles, das oft gut haftet, auch stets überall gut haftet.

Gruß Hans
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Offline Buxi

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Antwort #33 am: 06.04.2011, 17:36:50
Hallo,

so nun ist der neue große Hauptstrahlungsschutz fertig und hängt zum Vergleich neben dem kleinen am Mast.
Die unteren 5 Untersetzer haben fast 16 cm Ø und der obere fast 21 cm; der freie Innenraum beträgt fast 10 cm Ø. Die Grundfarbe ist Mittelgrau und derzeit außen mit weißer Latexfarbe gestrichen; leider haftet diese nur sehr schlecht.

Optisch gibt dieser Strahlungsschutz mehr her, doch bei den Messwerten ist so gut wie kein Unterschied feststellbar, also gleiche Werte; nur eine  Schwankung von +/– 0.1 K tritt zeitweise auf! :-)  :top:
Wohlgemerkt sind beide T/H-Sensoren vom gleichen Typ und haben von sich aus keine Abweichung zueinander, nur bei der Luftfeuchte sind es ca. 3 %-Punkte.

Jetzt fehlt nur noch eine krasse Sonnenbestrahlung mit sehr hoher sommerlicher Temperatur, dann ist der Vergleichstest abgeschlossen.
Aber schon jetzt kann sagen, erstaunlicherweise ist ein sehr kleiner Strahlungsschutz nicht wirklich schlechter als ein größerer! Aber auch die (äußere) Farbe hat keinen Einfluss auf die gemessene Temperatur, es ist egal ob hell oder dunkel – das hätte ich nicht erwartet! :-P

Was meint ihr hier zu beiden Ausführungen und den Ergebnissen?
Gruß, Burkhardt xxxx

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Offline Baerawi

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Antwort #34 am: 06.04.2011, 17:51:07
Buxi schreibt:
Zitat
Was meint ihr hier zu beiden Ausführungen und den Ergebnissen?


Also meiner Meinung nach sehen beide gut bis sehr gut gelungen aus. Eine handwerkliche Meisterleistung! das gibt einen :kaffee: ...
Einzig und alleine der Mast an dem die Dinger befestigt sind könnte auch neu gestrichen werden.  :hehe: Und wenn dann noch die Klebebänder ( iss daß das Panzertape von 3M ?  :eek: ) gegen eine ordentliche Rohrschelle oder eine andere korrosionsfeste Konstruktion ersetzt wird, dann wäre ich auch zufrieden, falls man mich fragen würde.  :-P
Grüße vom Schönbuchrand
Rainer

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« Antwort #34 am: 06.04.2011, 17:51:07 »

Offline Buxi

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Antwort #35 am: 06.04.2011, 18:17:00
Hallo Baerawi,

nun der Mast ist nicht mein Eigentum, der gehört dem Vermieter – also lasse ich das so. :-P
Das jetzige Befestigungsmaterial ist nur ein Provisorium, morgen fahre ich sowieso in die Stadt einkaufen, dann besorge ich mir in jedem Fall auch was richtig Passendes. Dann werde ich die Bilder aktualisieren. :dumdidum:
Gruß, Burkhardt xxxx

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Offline Baerawi

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Antwort #36 am: 07.04.2011, 09:52:27
Hi Buxi....

War mir schon klar, daß Du die Dinger nicht dauerhaft mit Panzer-Tape an dem Mast befestigst. Wollte Dich nur auf die Schippe nehmen  :dumdidum:

Aber sonst: Eine Leistung die sich sehen lassen kann!
Grüße vom Schönbuchrand
Rainer

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Offline Buxi

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Antwort #37 am: 07.04.2011, 22:23:46
Hallo,

zu meinem Erstaunen habe ich bei der heutigen Vergleichsmessung – kleiner/großer Strahlungsschutz – in den Vormittagsstunden eine etwas größere Abweichung festgestellt:

Ab dem Zeitpunkt wo die Sonne über die Hausdächer emporstieg (ca. 8 °C), maß der kleine spontan durchschnittlich eine um +2 K höhere Temperatur. Etwa eine Stunde vor Sonnenhöchststand (ca. 25 °C) ging der Wert zurück und von dort ab war er mit dem großen so gut wie identisch.

Merkwürdig ist es in diesem Fall, dass die Abweichung nur bei niedrigeren Temperaturen da war, stieg sie an, ging die Abweichung zurück.
Kann es etwas mit dem Sonnenstand zu tun haben, also deren Höhe? Leider können diese beiden Sensoren die späten Nachmittagsstunden nicht erfassen, da sie ab ca. 17:00 Uhr von Hausdächern abgeschirmt werden. Es wäre von nämlich von Interesse, ob dieser flache Sonnenwinkel selbiges ebenso hervorrufen könnte.
Eine leichte Tendenz dahingehend ist jedenfalls ab 16:00 Uhr zu erkennen.
Eine anderweitige Erklärung habe ich im Moment nicht. Vielleicht sonst jemand? :confused:
Gruß, Burkhardt xxxx

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tomtaz

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Eigenbau Strahlungsschutz mit Solar-Aktiv Belüftung
Antwort #38 am: 26.05.2012, 11:50:16
Hallo,

sorry wenn ich den Thread aus dem Graben wieder ausgraben muss, überlege derzeit aber auch so einen Strahlenschutz mit Tages-Belüftung zu bauen.

Vorhanden sind bislang ein 12cm Gehäuselüfter (12V, 0,10A - was bewirkt, dass auch bei schwacher Sonne genug "Saft" erzeugt werden kann, der den Lüfter zum laufen bringt).
Vorhanden ist auch eine 12V 5W Polykristallin Solar-Panel (kriegt man auch bei Conrad für nicht alzuviel Geld).

Gebaut soll das für eine WH-1080 Solar, da diese bei mir ständig in der Sonne sitzt (sofern mal eine da ist). Also ab 8 Uhr Morgens habe ich direkte Sonneneinstrahlung bis etwa 15/16 Uhr. Erst dann sind die Werte die die Station liefert wieder tragbar.

Da ich hier schon etwas länger mitlese - noch lange bevor ich mir die Station zugelegt habe - habe ich auch den Thread gefunden.

Von der Optik gefällt mir die Blumenuntersetzer-Methode hervorragend, abgesehen davon, dass ein Wetterhäuschen auf einen Fahnenmast (Wo die Station montiert ist) nicht wirklich sonderlich gut aussehen wird und ich von meinen Vermieter deshalb möglicherweise Ärger bekommen könnte.

Allerdings stellt sich mir hier die folgende Frage:
Muss ich den nun im Innenrohr löcher Bohren, damit die Zirkulation der "Außenwand" gewährleistet ist, oder reicht es hier wie beim TE beschrieben, dass man 2 Blumenuntersetzer übereinander legt?
Da verringert sich doch auch direkt der Luftzug wenn da löcher im Innen-Rohr sind...

Vielleicht hat da ja einer von euch "Wetter-Gurus" eine Antwort drauf...


Gruß Thomas
Takt: 22,6°

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« Antwort #38 am: 26.05.2012, 11:50:16 »